Seminar zur lernzielorientierten Ausbildung

Letzten Samstag fand im Gerätehaus Wörth ein Seminar für Führungskräfte der Feuerwehr der Stadt Wörth am Rhein statt. Ziel war es, die bekannten Ausbildungsmethoden zu diskutieren und neue kennenzulernen. Diese wurden dann in verschiedenen Kleingruppen praktisch geprobt.

Zu den Aufgaben einer Führungskraft gehören nicht nur feuerwehrtaktische Maßnahmen während eines Einsatzes. Auch die Ausbildung der eigenen Feuerwehrkameraden stellt einen wichtigen Tätigkeitsbereich dar. Um diese so gezielt und effektiv wie möglich zu gestalten, ist es erforderlich, sich mit den entsprechenden Lern- und Lehrinhalten bereits vorab auseinanderzusetzen. Dabei muss ein Ausbilder darauf achten, auf welche Einsatzlagen die Kräfte stoßen können. Hier stellt sich zudem die Frage, welche Fähigkeiten notwendig sind, um diese bewältigen und den Einsatz erfolgreich abzuschließen zu können. Im heutigen Feuerwehralltag geht es schon lange nicht mehr nur um die Menschenrettung durch eine reine Brandbekämpfung. In den vergangenen Jahrzehnten gewannen Einsatzszenarien rund um die Technische Hilfe an enormer Bedeutung. Dementsprechend müssen diese Lagen ausführlich trainiert und möglichst realistisch geübt werden. Die hierzu gängigen theoretischen und praktischen Ausbildungsmethoden wurden während dieses Seminars beleuchtet und kritisch hinterfragt. Es konnte festgestellt werden, dass viele unserer Praktiken durchaus einem modernen Standard entsprechen. Zugleich wurden uns ebenso neue vorgestellt, um die Übungsabenden noch gezielter und ansprechender zu gestalten.

Wir bedanken uns bei unserem Referenten Dr. Markus Pulm von der Berufsfeuerwehr Karlsruhe für das interessante Seminar und die neuen Ideen zur Übungsdurchführung.

BF-Tag 2018

Der diesjährige BF-Tag fand am 09.06.18 statt.

An diesem Tag wird für die Jugendfeuerwehr ein sogenannter Berufsfeuerwehrtag simuliert. Das heißt es werden den Tag über von der Jugendfeuerwehr Einsätze mit Blaulicht und Martinshorn gefahren. Diese Einsätze sind selbstverständlich simuliert. Dies soll der Jugendfeuerwehr einen Einblick in die Welt der Berufsfeuerwehr ermöglichen.

Zwischen den Einsätzen wird dann im Feuerwehrhaus entspannt. Bei Essen & Trinken sowie Spiele wie Fussball, Tischkicker oder Billiard wird dann auf den nächsten Einsatz "gewartet". Denn wer weiß schon ob es für den Tag der letze war.. eben wie im echten Leben.

Auch Einsätze in der Nacht mussten unsere Heranwachsenden ableisten.

 

Außerordentliche Generalversammlung

Am 25.05. fand eine außerordentliche Generalversammlung der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Maximiliansau statt. Diese wurde einberufen, wegen der Neuwahl der Wehrführung.

Neben dem noch amtierenden Wehrleiter Stefan Kuhn und Wehrführer Rainer Böser, waren auch der 1. Beigeordnete Klaus Ritter, von der Verwaltung Thorsten Schmuck und der zukünftige Wehrleiter Jürgen Stephany anwesend. Zunächst wurden Franco Schinko als Jugendwart und Sven Riether als stellvertretender Jugendwart entpflichtet.

Anschließend wurde Sven Riether als neuer Jugendwart und Marcel Kuntz, Gero Weinberg und Christoph Schneider als stellvertretende Jugendwarte verpflichtet.

Nach der Bildung eines Wahlausschusses wurde anschließend die neue Wehrführung gewählt. Es wurde einstimmig als neuer Wehrführer Dr. Frederic Förster, und als neuer stellvertretender Wehrführer Franco Schinko gewählt. Beide sind nun auch Ehrenbeamte der Stadt Wörth. Rainer Böser, der nun zukünftig als stellvertretender Wehrleiter fungiert, wurde mit großem Dank aus seinem bisherigen Amt als Wehrführer entpflichtet. Ebenso Dr. Frederic Förster der an seiner Seite als Stellvertreter ihn unterstützte. Alle Ernennungen und Verpflichtungen wurden vom 1. Beigeordneten, Klaus Ritter durchgeführt.

Verabschiedung des Wehrleiters

Am heutigen Freitag, den 18.05.2018 wurde am Verfassungstag des Landes Rheinland-Pfalz unser langjähriger Wehrleiter Stefan Kuhn aus seinem Amt als Wehrleiter, welches er 17 Jahre lang bekleidete, verabschiedet.

Die Verabschiedung wurde durch den Spielmanns- und Fanfarenzug unserer Patenwehr, der Freiwilligen Feuerwehr Jockgrim unter Leitung von Oberbrandmeister Thomas Scher, eröffnet.

Der Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) a.D. Berthold Simon begrüßte alle anwesenden Gäste und führte den Abend über durch das Programm. Er stellte fest, dass „Verabschiedungen von Wehrleitern in Wörth eher selten“ sind, war doch Stefan Kuhn erst der vierte Wehrleiter in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Wörth seit ihrer Gründung im Jahre 1956.

Eine Würdigung seiner Dienste für die Allgemeinheit wurde durch seinen „Fast-Nachbarn“ und Bürgermeister der Stadt Wörth, Dr. Dennis Nitsche erbracht, welcher sehr gerne noch weiter mit Kuhn zusammengearbeitet hätte. Nach seinem Eintritt in die Jugendfeuerwehr mit dreizehn Jahren, wechselte er 1975 in die aktive Wehr, wo er eine Vielzahl von Lehrgängen absolvierte und vom Gruppenführer zum Zugführer, Verbandsführer und schließlich zum Leiter der Feuerwehr wurde. Als „Überzeugungstäter der Feuerwehr“ wurde er in den Achtzigern auch hauptberuflicher Feuerwehrmann beim größten Arbeitgeber in Wörth. Kuhn kann auf viele Projekte zurückblicken, nicht zuletzt auf den Neubau des Feuerwehrhauses in Wörth.

Die anschließende Entpflichtung mittels Urkunde wurde durch den Bürgermeister durchgeführt.

Der Landrat, Dr. Fritz Brechtel, lobte Kuhns Arbeit auf der Kreisebene. So gehörte er seit Beginn des Bestehens der Technischen Einsatzleitung (TEL) in den Jahren 2002/03 dieser an. Ebenso war er an der Erstellung vieler Alarm- und Einsatzpläne (AEP) tätig, wie Hochwasser, Waldbrand und Straßen. Kuhn stelle ein „Paradebeispiel für langjähriges Ehrenamt“ dar. Als besondere Überraschung verlieh der Landrat noch das „Goldene Feuerwehrabzeichen am Bande für hervorragende Dienste um das Feuerwehrwesen“.

Danach wurden die beiden „Neuen“ für ihr Amt verpflichtet. Wehrleiter wurde, wie wir bereits berichteten, sein langjähriger Stellvertreter Jürgen Stephany, dessen Stellvertreter ist nun Rainer Böser. In seiner kurzen Antrittsrede würdigte Stephany die Leistungen Kuhns und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit allen vier Standorten.

Für die Wehrleiter des Landkreises sprach der Kreisfeuerwehrinspekteur (KFI) Mike Schönlaub. Dieser stellte fest, dass nun eine Ära endete, in der vieles bewegt wurde, und entschuldigte sich nochmal bei Kuhns Frau, versehentlich einmal eine Wehrleiterbesprechung auf den Valentinstag gelegt zu haben.

Als Überraschung der Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren des Stadtgebietes sang ein besonders großer Chor aus Feuerwehrmännern und -frauen noch zwei Feuerwehrlieder.

Wie gewohnt, kurz und präzise, fielen die Schlussworte des scheidenden Wehrleiters aus. Er bedankte sich insbesondere bei seiner Familie, die oft genug aufgrund seiner Vielfältigen Tätigkeiten auf ihn verzichten musste, sowie der Verwaltung der Stadt Wörth, mit der ein reibungsloses Zusammenarbeiten immer möglich war. Das Erlebnis, das ihm am meisten in Erinnerung bleiben wird? Das war für Ihn mit Sicherheit der Bombenfund am Hotel „Vater Rhein“ im Maximiliansau und kurz darauf der Unfall unseres Löschfahrzeuges auf einer Einsatzfahrt im Juni 2008.

Im Anschluss gab es noch einen Imbiss und bei dem sommerlichen Wetter noch einige kühle Getränke, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.